Unfassbar, wie schnell das geht... 33. Woche schon!
Morgen Termin zur Vorsorge und Geburtsplanung im Josefs.
Heute ist ein kleiner persönlicher Albtraum wahr geworden, der jedoch ein Happy End hatte - zum Glück.
Ich hab grad Emily von der Tagesmutter abgeholt und bin noch schnell mit ihr zu Kaufland rein.
Fertig eingekauft, wieder raus, Mausi trägt ganz wichtig den Autoschlüssel und funkt das Auto auf, zu, auf, zu.
Ich funke das Auto auf, mache die Tür auf und kriege nicht mit, dass sie nochmal auf die Fernbedienung drückt, nehme ihr den Schlüssel weg, damit ich sie anschnallen kann im Kindersitz, meine Handtasche und den Autoschlüssel fliegen wie immer auf den Beifahrersitz, ich schmeiße Emilys Tür zu und will auf der Fahrerseite einsteigen - Auto abgeschlossen, Emily drin, ich draußen, Handtasche mit Handy und Kleingeld drin, ebenso der Autoschlüssel.
Ich zitternd, fluchend und fast am heulen, auf jeden Fall der Panik nah wieder rauf zum Kaufland - an der Info lange Schlange. Ich in die Apotheke, zum Glück gleich dran.
Und dann... meine Schwägerin, die schräg gegenüber vom Kaufland wohnt UND einen Wohnungsersatzschlüssel von uns hat (der Ersatzautoschlüssel hing zuhause am Schlüsselbret, das wußte ich), hatte ausgerechnet heute keinen Homeoffice-Tag und war in Bonn arbeiten.
Dom hat seit ein paar Tagen einen neuen Job und eine neue Handynummer. Die Nummer wußte ich noch nicht auswendig, also seine Eltern aus dem Internet gesucht (alles in der Apotheke) und Handynummer in Erfahrung gebracht. Mailbox. Also Arbeitgeber aus dem Internet gesucht. Zentrale. Mein Mann steht noch nicht im Telefonbuch. Zum Glück wußte ich den Namen seines Chefs. So kam ich dann zu Dom durch. Der wußte von seinen Eltern schon Bescheid (er hatte meinen Anruf nicht gehört und da er die Nummer nicht kannte, nicht zurückgerufen, seine Eltern hatten mehr Glück), und er ist dann sofort losgefahren - von Bochum erstmal nach Dortmund-Süd nach Hause, Schlüssel holen, dann zu Kaufland.
Ich derweil wieder runtergelaufen, Emily war ja allein in dem warmen Auto und hatte sicher Angst. Oh ja - sie saß da total still und starrte mich mit weit aufgerissenen Augen an. Ich hab dann angefangen, ihr zu winken, Mätzchen zu machen, sah durch die Scheibe, dass sie schon rot im Gesicht und relativ verschwitzt war - aber sie hat dann erstmal noch gelacht. Irgendwann holte sie sich ein Spielzeug von neben sich und spielte, aber so ganz geheuer war ihr das nicht, dass ich draußen vorm Auto stand und die Tür nicht aufgemacht habe. Und irgendwann, so 20 Minuten, nachdem Dom losgefahren war, fing sie dann an zu weinen - erst nur ein bißchen, dann total verzweifelt (vermutlich wegen der Wärme) und schließlich merkte man, dass sie echt Angst hatte. Und ich stand vorm Auto und konnte nichts machen. Sie hat mich auch drinnen nicht gehört, ich konnte ihr Weinen auch nur schwach hören. Inzwischen war sie total verschwitzt, Haare klebten im Gesicht, Nase lief, ganzen Schnodder im Gesicht verschmiert... und dann, zehn Minuten später (ich war mit den Nerven total runter, aber habe für sie immernoch gelacht), war Dom da.
In ner halben Stunde von Bochum Mitte nach Hause und zurück zum Kaufland. Er gab auch zu, dass er auf der Autobahn 170 gefahren ist - und ich hätte feiern können, als er mit dem Motorrad in die Kaufland-Tiefgarage kam - zum Glück hatte ich nicht draußen in der prallen Sonne geparkt!!! Er funkte dann das Auto auf und ich holte ein naßgeschwitztes, tränenüberströmtes, aber vor Freude laut lachendes und "Papa, Papa" skandierendes kleines Mädchen aus dem Auto.
Wir sind dann nochmal hoch in die Apotheke, die haben sich auch gefreut, uns gesund und munter zu sehen, wollte Bescheid sagen, dass alles gutgegangen ist, wir bekamen noch zwei Handvoll Traubenzuckerbonbons - und dann gabs draußen in der Kuh-Bar erstmal ein Eis auf den Schreck.
Und jetzt ist Emily wieder fröhlich und vergnügt, und sie ist auch ohne zu Murren wieder ins Auto geklettert und hat sich auch ohne Probleme im Kindersitz anschnallen lassen und auf der Fahrt (im dann wieder klimatisierten Auto) fröhlich erzählt. Also kein Trauma. Und mir gehts langsam auch wieder besser.
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Oh du arme. Das hörts sich schrecklich an. Gott sei Dank ist es gut ausgegangen.
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